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Kurzbesuch Kalkutta

talapark2In Anschluss an ein Auslandssemester während meines BWL-Studiums in Bangalore (Süd-Indien) habe ich mich sehr gefreut, noch einmal einen anderen Eindruck von Indien zu bekommen, als ich für eine Woche als Kurz-Volontär bei Calcutta Rescue mitarbeiten durfte. Der Einblick in die verschiedenen Arbeitsbereiche hat mich überwältigt und mir eindeutig klargemacht, wie wichtig diese Art von Unterstützung und medizinische und pharmazeutische Hilfe für viele Menschen dort ist. In der Talapark Ambulanz habe ich die Gelegenheit bekommen, die Apotheke sowie auch die Ausgabe der Medikation mitzuerleben. Zudem durfte ich für einen Tag mit der mobilen Ambulanz unterwegs sein und Patienten vor Ort mit der Übersetzungshilfe eines Mitarbeiters zu ihren Krankheiten beraten.

Da ich nur für einen so kurzen Zeitpunkt vor Ort sein konnte, war der Plan, das von der letzten Volontärin entwickelte Projekt zur Therapietreue und Arzneimittelverständnis weiterzuführen. So entwarf ich mehrere Leitlinien und einen Schulungsplan zur besseren Unterstützung der Calcutta Rescue Mitarbeiter bei der Arzneimittelabgabe. Diese sollen zur Schulung dienen, um sie darauf vorzubereiten, einfache pharmazeutische Tätigkeiten wie die Behandlung einer Erkältung zu übernehmen und damit den Arzt zu entlasten.

Durch mein vorheriges Auslandssemester in Indien ist mir das Einleben in Kalkutta sehr leicht eingefallen, auch wenn die Stadt einen ganz besonderen historischen Reiz hat und viel weniger modern ist als das mir zuvor bekannte Bangalore. Dennoch war ich schon an die Lebensmentalität, den Gang der Dinge, das typische indische Kopfwackeln und auch das Essen gewöhnt. Durch die Unterkunft in der gemeinsamen Volontärwohnung habe ich auch hier sehr schnell Anschluss gefunden, was die Woche vor Ort noch mit zusätzlichen netten Kontakten bereichert hat. ambulance

Zurückblicken kann ich nur sagen, dass ich überaus froh bin, eine Woche einen Einblick in die wertvolle Arbeit einer NGO in Indien bekommen zu haben und danke an dieser Stelle den Volontäre vor Ort sowie der deutschen Organisation für die Unterstützung.

Alexandra Ried, Dezember 2017