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Infoheft online

infoheft juni 2021

Unser Juni Newsletter ist online. Sie können sich ihn hier herunterladen. Bitte leiten Sie ihn auch an Freunde, Bekannte und Verwandte weiter.

 

Drillinge

Baby Farzana"Ich habe Drillinge zur Welt gebracht. Drei Töchter. Sie waren alle stark untergewichtig. Eine meiner Töchter ist an diesem Tag gestorben", erzählt Hajera Khatoon und drückt ihre Tochter fest an sich.

Die 20-jährige Hajera Khatoon kam im Oktober 2020 zum ersten Mal mit zwei Töchtern in die Ambulanz von Calcutta Rescue. Eine der beiden hatte Flüssigkeit im Kopf.

"Hydrocephalus", sagt Sheila, die Leiterin des Mutter-Kind-Gesundheitsprogramms. "Hajera kam mit zwei Töchtern zu mir. Die beiden waren sehr untergewichtig. Eine von ihnen hatte einen riesigen Schädel. Das Kind hatte Flüssigkeit im Kopf. Auch sie starb nach einiger Zeit. Nur die kleine Farzana ist noch am Leben."

Hajera Khatoon lebt in Kamarhati, etwa 12 Kilometer von der Talapark Ambulanz entfernt. Sie lebt mit ihrem Mann, ihrer Schwägerin, ihrem Schwager und ihren Schwiegereltern zusammen. In der sechsköpfigen Familie sind Hajeras Ehemann, Schwager und Schwiegervater die Verdiener der Familie. Ihr Mann arbeitet in einer Jutefabrik.

Sie lebt          Weiterlesen...

 

Covid-19 in Kalkutta - aktualisiert Mai 2021

Mann mit Schutzmaske, Foto: Alan Joan Coasta

Derzeit wütet Covid-19 in dem Land mit fast 1,4 Milliarden Einwohnern besonders stark. Anfang Mai 2021 starben in Indien so viele Corona-Infizierte wie noch nie. Der Tod ist längst allgegenwärtig – die Menschen sterben im Krankenhaus, zu Hause, auf der Straße. Der Druck auf die Regierung steigt.

Hilfsorganisationen wie Calcutta Rescue mussten sich in den letzten Wochen erneut einrichten, um den Menschen in den Slums zu helfen, die zweite Welle von Covid zu überleben, die sich schnell über Kalkutta ausbreitet, das sich jetzt in einem teilweisen Lockdown befindet. Da Krankenhausbetten und Sauerstoff in der Stadt jetzt sehr schwer zu finden sind, gibt das Team lebenswichtige Ratschläge für schwerkranke Patienten und Mitarbeiter und hilft dabei, sie in ein Krankenhaus zu bringen.

Unser Geschäftsführer, Jaydeep Chakraborty, sagte, die Situation ist extrem ernst: „Jeder kennt jetzt einen Freund oder ein Familienmitglied, das schwer krank ist oder gestorben ist.“

Die offizielle Covid-Statistik für Westbengalen betrug am Sonntag 17.512 Fälle und 103 Todesfälle. Indienweit steigen die Zahlen der Infizierte auf mehr als 400.000/Tag. Calcutta Rescue braucht weiterhin Ihre Unterstützung, um den Tausenden von Betroffenen, die auf die Organisation angewiesen sind, alle notwendigen Hilfen zukommen zu lassen.

Spenden helfen uns folgend:

  • Medikamente (Finanzierung für Dexamethason, Budesonid)
  • Medizinische Geräte (Wärmepistolen und Oximeter/Pulsoxymeter)
  • Sauerstoff (Gasflaschen und Konzentratoren)
  • Schutz (PSA, N95-Masken, 3-lagige Masken, Nitrilhandschuhe, Kopfhauben)

 

 

Die Situation ändert sich regelmäßig. Obwohl schon viel getan wurde, liegt noch ein langer Weg vor uns. An dieser Stelle möchten wir gerne auf die englische Seite von Calcutta Rescue vor Ort verweisen. Dort finden Sie die aktuellsten Nachrichten so wie eine zeitliche Übersicht, wie Calcutta Rescue jeweils auf die neuen Bedingungen reagieren konnte.

 

Nachruf

Dr. Burkhard Salfner

Unser langjähriges Vereinsmitglied Dr. Burkhard Salfner ist im April dieses Jahres unerwartet verstorben. Viele von Ihnen werden ihn von Artikeln, die er für unsere Infopost schrieb, kennen.

Burkhard war schon als junger Mann mit Indien verbunden, er hatte mehrere Jahre für ein pharmazeutisches Unternehmen in Mumbai gearbeitet und war schon damals vom indischen Leben und dem Kontrast sehr angetan. Zu Calcutta Rescue Deutschland e.V. fand er in den 1990igern, als Pensionär leistete er 2007 einen mehrmonatigen Einsatz in den Projekten in Kalkutta und unterstützte seitdem noch tatkräftiger, mit viel Engagement, unsere Vereinsarbeit für die Ärmsten der Armen. Burkhard selbst sagte immer wieder: „Gott hat keine anderen Hände als die unseren.“ (Georges Bernanos)

Aus vielen Begegnungen mit ihm erfuhren wir über sein bewegtes Leben, seine Tätigkeiten und über seine vielen anderen Interessen, die er hatte. Ein immer offener und neugieriger Geist, war er, und er war sehr stolz auf seine Kinder und Enkel.

Wir sind traurig, dass er nicht mehr unter uns ist. Wo auch immer seine Seele nun weilt, möge sie an einem schönen und friedvollen Ort sein.

 

Fatema erhält ihre dringend benötigten Medikamente, dank Calcutta Rescue

Studie zur Armut"Wenn Sie bei dieser schrecklichen Zeit nicht an unserer Seite gewesen wären, dann wäre meine Tochter heute vielleicht nicht hier", sagte Fatemas Mutter voller Dankbarkeit. Ihre Augen glänzten vor Tränen und man konnte sehen, dass sie hinter ihrer Maske lächelte.

Fatema, 11 Jahre alt, kam zum ersten Mal im Februar 2020 zum Calcutta Rescue Straßenmedizin-Programm, als das Team den Slum Pahapur besuchte, wo Fatema mit ihren Eltern und ihrem kleinen Bruder lebt.
 "Wir sahen ein mager aussehendes junges Mädchen mit seiner Mutter in der Reihe der Patienten. Das Mädchen hatte Schwierigkeiten, aufrecht zu stehen und lehnte sich zur Unterstützung an ihre Mutter. Ich sprach mit der Mutter. Sie sagte, ihre Tochter fühle sich die meiste Zeit sehr schwach", berichtete Debu, Leiter des Straßenmedizin-Projekts von Calcutta Rescue. 
"Ich konnte nicht arbeiten, nicht spielen, nicht zur Schule gehen und manchmal konnte ich nicht einmal laufen. Ich fühlte mich die ganze Zeit müde", sagte Fatema.
Ihre Eltern hatten Fatema zu Tests in ein staatliches Krankenhaus gebracht          Weiterlesen...

 

Update aus Kalkutta - ein Jahr später

Liebe Unterstützer von Calcutta Rescue,

es ist nun ein Jahr vergangen, seit Covid unsere Welt auf den Kopf gestellt hat, und ein Jahr, seit der Lockdown in Indien angekündigt wurde. Daher dachte ich, dies sei ein guter Zeitpunkt, um Sie über die aktuelle Situation zu informieren und darüber, was wir in den kommenden Monaten zu erreichen hoffen.

Aber zuerst möchte ich mich ganz herzlich für Ihre anhaltende Unterstützung bedanken - die uns nicht nur ermutigt hat, unter den schwierigsten Umständen weiterzumachen, sondern auch neue Wege zu finden, um denen zu helfen, die von der Covid-Krise am meisten betroffen sind. Wir hätten es wirklich nicht geschafft ohne die Hilfe, die uns so viele von Ihnen gegeben haben, und das Team und ich sind unglaublich dankbar, dass Calcutta Rescue mit so wunderbaren Unterstützern beschenkt ist!

Um mit den guten Nachrichten zu beginnen - die Welle von Todesfällen, die wir befürchtet hatten, als sich das Virus letzten Sommer in der Stadt ausbreitete, einschließlich einiger der am dichtesten besiedelten Slums auf dem Planeten, ist ausgeblieben. Warum die Zahl der Todesfälle in Indien und in weiten Teilen der Entwicklungsländer so viel geringer war als erwartet, bleibt unklar. Während die Zahl der Fälle landesweit in den letzten Monaten dramatisch zurückgegangen ist, ist sie im März leider wieder stark angestiegen          Weiterlesen...

 

Die größte und detaillierteste Studie zur Armut in den Slums von Kalkutta seit 20 Jahren wurde gerade veröffentlicht

Studie zur Armut

Calcutta Rescue führte 2019 eine Studie durch, um die Slumgebiete, in denen die Organisation arbeitet, besser zu verstehen und um eine Rangliste in Bezug auf den Grad der Entbehrung mit Hilfe bestimmter Indikatoren zu erstellen. Diese Einstufung wird Calcutta Rescue dabei helfen, Prioritäten bei den Ressourcen zu setzen und Interventionen entsprechend den Bedürfnissen der Slumbewohner auszurichten. Die erhobenen Daten liefern auch eine Grundlage, um den Erfolg durchgeführter Maßnahmen zu bewerten.

Die Umfrage ist die größte und detaillierteste Untersuchung dieser Art, die in den letzten zwei Jahrzehnten in Kalkutta durchgeführt wurde.

Nach beinahe fast 1000 Interviews verfügt Calcutta Rescue nun über Informationen zu Gesundheitszustand und -wissen, Bildungsniveau, Lebensstandard, Haushaltszusammensetzung, Beschäftigung und mehr in 23 der Slums, in denen die Organisation arbeitet. Die Studie ergab, dass          Weiterlesen...